
| Startseite Tourismus Schloss Lind | Montag, 6. September 2010|10:14 |
Die Schloßanlage liegt auf einem Hügel über dem Mühldorfer Bach. Die Anlage besteht aus zwei Gebäuden: dem burgähnlichen Oberhaus und dem schloßähnlichen Unterhaus. Über die Entstehung der Burg bzw. des Schlosses Lind gehen die Meinungen der Forscher auseinander. Man hat bisher angenommen, daß der Edelsitz Lind bereits im 12. Jhdt. bestanden hat und da jene in obersteirischen Urkunden erwähnte Personen, die sich von Linthe nannten, hierher zuzuordnen seien.
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Lind bei Neumarkt wird erstmals in einer Urkunde des Jahres 1320 erwähnt. Ein gewisser Hermann Hemerl (Hammerl) war in Lind ansässig, war sicher kein Bauer, sondern ein kleiner Adeliger und siegelte die Urkunde mit eigenem Siegel. Lind war zu diesem Zeitpunkt noch kein Edelsitz, sondern glich eher einem größeren wehrhaften Bauernhof. Das Gehöft war ein Lehen des Benediktinerstiftes St. Lambrecht. Die spätere Burg bzw. das Oberhaus von Lind hat damals noch nicht bestanden, denn erst 1370 erhielt Hermann Hemerl von den Landesfürsten Herzog Albrecht und Leopolt die Erlaubnis, auf dem Puhel bei Lind eine Veste (Festung, befestigter, wehrhafter Burgbau) zu errichten.
Quellen:
Brunner Walter, Die Geschichte von St. Marein bei Neumarkt. Graz 1987.
und mehr Informationen unter
http://www.bks.tugraz.at/~neuwirth/neuweb/weblehr/webseiten/seite4dpfl.html
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Das Nebenlager Schloss Lind wurde am 22. Juni 1942 gegründet. Es unterstand zuerst dem KZ-Dachau und wurde im November 1942 vom KZ-Mauthausen übernommen. Die rund 30 Häftlinge wurden für alle anfallenden land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten sowie im Wegebau eingesetzt. Gearbeitet wurde im Winter zwischen sechs Uhr morgens und sechs Uhr abends, ansonsten je nach Jahreszeit bis zu 16 Stunden täglich.
Im Nebenlager Schloss Lind gab es keinen eigenen Häftlingsarzt, dieser kam drei Mal aus dem nahe gelegenen KZ-Nebenlager St. Lambrecht, das mit dem Nebenlager Schloss Lind in enger organisatorischer Verbindung stand. Etwa die Hälfte der Häftlinge waren Spanier. Es handelte sich ausschließlich um politische Gefangene von denen alle, mit einer Ausnahme, das Lager überlebten. Am 3. Mai 1945 sollte auch Schloss Lind nach Mauthausen evakuiert werden, die Häftlinge kehrten jedoch bald wieder um, da ein Weiterkommen unmöglich war. Am 5. Mai 1945 wurde das Lager von Mitgliedern der Österreichischen Freiheitsbewegung befreit, am 10. Mai 1945 erreichten britische Truppen das KZ-Nebenlager.
Quelle: http://www.mkoe.at/
1996 wurde das "Andere Heimatmuseum" gegründet, ein Unternehmen auf verschiedenen Ebenen: Eine Folge von Installationen in mehreren Stockwerken von Schloss Lind.
Mit den verschiedenen Techniken, wie sie von Künstlern im 20. Jahrhundert entwickelt wurden, umkreisen diese Installationen philosophische, geschichtliche, sozialpsychologische Daten, Zitate historischer Persönlichkeiten, aktuelle Themen.
Seit Jahresbeginn 2001 ist das Andere Heimatmuseum Teil des Mauthausen Netzwerkes und präsentiert unter dem Titel: "Erinnerte Wunden" jährlich Veranstaltungen, welche auf verschiedenste Weise die Wunden der jüngsten österreichischen Zeitgeschichte thematisieren.
Quelle: http://www.steiermark.com/205_de/homepage.asp?id=1371&detail=2528&menurt=1176&menuid=10025&ptype=21
Mehr Informationen unter:
www.schlosslind.at